Sagen um die Mühle

Eine verodnete Trauung anno 1680

Am Sonntag, den 11.Juli 1680 wurden der Witwe Hans Beyer aus Blumenau und Maria Pörtin aus Teckwitz gebürtig auf gnädigsten fürstlichen Befehl in der Kirche zu Lobas getraut. Die Kopulation erfolgte nachdem das erste Mal zur Kirche geläutet wurde. Die Braut war durch fleichlische Unzucht schwanger geworden. Sie wollte es aber vorher nciht gestehen. Weil es aber augenscheinlich geworden war, bekannte es Beyer hernach gutwillig. Das Brautpaar hat auch noch am gleichen Tage Kirchenbuße verrichtet. Dieser Beyer hatte mit seinem ersten Weibe auch einen solchen Proneß (uneheliches Kind) gehalten. Im Kirchenbuch vermerkte der Pfarrer die Worte: "Gott vergebe es ihnen!". Drei Wochen nach erfolgter Zwangstrauung, am Montag, den 2. Augugst gegen abend, wurde das Töchterlein geboren. Am Mittwoch den 4. August erfolgte in der Kirche zu Lobas die Taufe.

Das Jähe Ende des Gärtners

Am 8. Dezember 1701 war Berthel Nitscholt, ein Gärtner und lediger Geselle aus Kohren bürtig, bei Toffel Krotzschen zu Podebuls im Gasthaus zum Biere gewesen. Erst zur Zeit des Abendläutens ging er dort, im gesten Willen nach Lobas zu gehen, los. Als er dann am "Wilden Bache" (Kleine Schnauder) ankam, fiel er über die Brücke in den Bach hinein. Aus dem eisigen Wasser konnte er sich zwar noch retten, aber dann ging ernoch einige Schritte vom Bach weg und legte sich auf dei Wiese und schlummerte erschöpft ein, Am folgenden Morgen wurde er in der Frühe tot und total festgefroren von Anwohnern gefunden, sie sofort die dafür zuständige Gerichtsbarkeit in Kayna in Kenntnis setzten. Daraufhin wurde er von der kaynaischen Gerichten selbigen Tages in die Blumenmühle geschafft. Nach der abgeschlossener Untersuchung wurde der 55-jährige und etliche Wochen alte Gärtner mit christlicher Zeremonie auf dem Lobaser Gottesacker am folgenden Freitag begraben.

Die Blumenauer Sagen

Der fleißige Blumenmüller

Der Blumenmüller war ein fleißiger Mann. Da er auch des Nachts mahlte, wurde ihm jedoch nachgesagt, dass er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hatte. Der Leibhaftige vergab an den Müller als Lohn für seine geleistete Arbeit keine Goldstücke, sondern er warf ihm die Pest an den Hals. Als dann der schwarze Tod die Dörfer heimsuchte, wütete die Pest besondern in Blumenau und forderte dort zahlreiche Opfer.